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Jetzt startet in einigen Tagen die Olympiasaison mit den ersten Speedrennen in Übersee und ich betrachte den Saisonstart mit gemischten Gefühlen. Wenn man wie ich in einer Klinik in Santioago liegt und mit einer Prothese rechnen muß relativiert sich sehr viel! Die Entscheidung für die Durchführung einer 2. Operation war richtig, denn es bedeutet, dass mein verletztes Bein wieder so wird wie es einmal war! Zurück in Österreich mußte ich noch 2 Tage auf die 3. Operation warten, denn meine Blutwerte waren bedingt durch die lange Rückreise und die gesamte Situation miserabel. Zudem war ich zu diesem Zeitpunkt auch mental ziemlich am Boden zerstört. Nach der 3. Operation, die fast 4 Stunden lang gedauert hat, hatte ich sehr große Schmerzen. 15 Stunden nach dieser Operation mußte mein Bein noch einmal betäubt werden, da der Schmerz unerträglich war. Danach besserte es sich nur sehr langsam. Aber die Zeit heilt viele Wunden und so geht es mir jetzt schon viel besser. Meine Familie und speziell meine Frau haben mir sehr geholfen, die nächsten 3 Wochen bis zur 4. Operation zu überbrücken. So wurde die bislang letzte Operation fast zur Routine und ich konnte die Klinik von Dr. Schenk in Montafon bald wieder verlassen. Seit dem 1. Oktober bin ich nun daheim und mache miene Therapie bei Susanne Kühne, die mich bei all meinen bisherigen Verletzungen bereits bestens betreut hat. Meine Frau besuchte in München einen 1 1/2 jährigen Ernährungskurs nach "traditionell chinesischer Medizin" (TCM). Damit ist sichergestellt, dass wir uns sehr gesund ernähren und meine Wundheilung verblüfft viele Ärzte. Im Moment fürhle ich mich den Umständen entsprechend gut. Ich kann mein Bein schon teilweise belasten und auch schon mit dem Rad fahren. Über alles weitere halte ich euch hier auf dem laufenden und wünsche allen einen unfallfreien Winter.
Euer Werner! |