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Der folgenschwere Sturz mit der schweren Verletzung in Chile hat mich in einer sehr gut verlaufenden Vorbereitungszeit jäh gestoppt. Wie ist es dazu gekommen? Die ersten Trainingsfahrten im tief winterlichen Portillo haben vielversprechend begonnen. Just vor der fatalen Trainingsfahrt habe ich einen starken Lauf mit einer Super-Bestzeit gefahren und hatte ein starkes Gefühl alles unter Kontrolle zu haben. Meine Freude über die gelungene Materialabstimmung und meine starke Fahrt war daher gross und daher ging ich auch zuversichtlich an den nächsten Lauf. Mit dem Vorsatz eine ruhige, runde Fahrt hinzulegen startete ich in den Lauf. Plötzlich hat es mir bei hoher Geschwindigkeit den einen Schuh auf den anderen geschlagen und plötzlich gingen beide Skier weg wie eine Rakete. Mit dem Rücken am Boden versuchte ich die Füsse in die Höhe zu heben und auf einmal verhackelte ich mich bei einem Schneehügel. Die Wucht der Geschwindigkeit verursachte mehrere Saltos wobei das fatale dabei war, dass die Bindung nicht aufgegangen ist (bei weichen Schneeverhältnissen ist das besonders gefährlich!). Als ich endlich im Schnee zu liegen kam hatte ich keine Chance aufzustehen. Ein Blick auf meinen Fuss verursachte einen regelrechten Schockzustand. Der Fuss ist regelrecht weggestanden und ich hatte höllische Schmerzen. Der Teamarzt war sofort zur Stelle und hat mir zur Schmerzstillung 5 Spritzen verpasst; sämtliche anwesenden Trainer und Teammitglieder waren ob der Situation tief geschockt und ich wurde sofort in das Krankenhaus transportiert um dort mit einer Notoperation den Fuss zu retten. Als ich von dieser Operation aufwachte hatte ich keinerlei Gefühl und dachte im ersten Moment mein Fuss ist mir abgenommen worden. Gott sei Dank stellte sich diese erste Vermutung als falsch heraus und der Fuss konnte gerettet werden. Aber damit folgte ein weiterer Teil der Leidensgeschichte mit einem mühsamen Rückflug nach Österreich. Mit starken Blutverlust und sehr geschwächt kam ich im Sanatoriom Dr. Schenk (Schruns - Vorarlberg) an wo die behandelnden Ärzte sofort eine weitere Operation einleiten wollten. Dies war ob meines geschwächten Zustandes nicht möglich und ich musste erst regelrecht aufgepäppelt werden um dann soweit zu sein, dass ein weiterer operativer Eingriff erfolgen konnte. Die Schienbeinkopfzertrümmerung und der Wadenbeinbruch beim Sprunggelenk hatten riesige Auswirkungen auf das Gewebe und die Beinmuskel. Laut Dr. Schenk war die Situation an der Kippe und ich bin froh mich im Sanatorium Dr. Schenk in kompetenten Händen zu wissen - diese letzten 10 Tage wünsch ich keinem Menschen zu erleben - es war irre! Seit Montag dieser Woche habe ich erstmals wieder das Gefühl dass es mir wirklich besser geht und mit der Gewissheit "FUSS GERETTET" blicke ich wieder zuversichtlich in die Zukunft. Mein Dank geht an ALLE die mich in diesen schlimmen Tagen unterstützt, versorgt, verarztet, sich mental um mich gekümmert haben und natürlich an meine Familie die mir in diesen schweren Stunden zur Seite gestanden ist. Danke auch an alle Skisportfreunde die mit mir mitgelitten haben und mir mit ihren Aufmunterungen Zuversicht und Kraft für die Zukunft geben - euer Werner Franz! |